Im Sommer 2011 haben die letzten Klassen eine zweijährige Anlehre begonnen. In der Berufskunde gab und gibt es dazu einen Lehrplan, der ausführlich die besondere Situation der Lernenden in der Anlehre beschreibt, aber keine inhaltlichen Vorgaben macht. Dem entsprechend kann jedes gärtnerische Thema entsprechend der Interessen und Wünsche der Beteiligten behandelt werden. Einen wichtigen Platz nimmt natürlich auch die Pflanzenkenntnis ein. Der Unterricht in der Schule ist personenorientiert und das Augenmerk liegt bei der Förderung der individuellen Möglichkeiten und Lernprozesse. Der Abschluss-Augenschein richtet sich nach dem im Anlehr-Vertrag enthaltenen individuellen Ausbildungsprogramm und konzentriert sich auf die praktischen Arbeiten.
Motivierte Lernende, die sich einen Anlehr-Ausweis erworben haben und noch eine dreijährige Grundbildung mit eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) anschliessen möchten, absolvieren alle drei Lehrjahre.
Ab Sommer 2012 wird die Anlehre durch die zweijährige Grundbildung mit eidg. Berufsattest (EBA) abgelöst. Der neue Schullehrplan wird stofforientiert sein und genaue inhaltliche Vorgaben machen. Die besondere Situation der Lernenden wird in Form einer Reduktion der Anforderungen bezüglich Menge und Komplexität berücksichtigt. In der Schule werden Notenzeugnisse abgegeben, aber die standardisierte Abschlussprüfung besteht weiterhin ausschliesslich aus praktischen Arbeiten. Wer einen EBA-Ausweis besitzt, hat anschliessend die Möglichkeit, direkt ins zweite Lehrjahr einer dreijährigen Grundbildung einzusteigen.
Berufsfachschule: BWZ Lyss, eine Institution des Kantons Bern, Telefon 032 387 89 89, Fax 032 387 89 75, lehrlingsschule@bwzlyss.ch
Erwachsenenbildung: Stiftung BWZ Lyss, Telefon 032 387 89 79, Fax 032 387 89 75, weiterbildung@bwzlyss.ch